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30.03.2017 14:20

Kämpfe um Zeit

Bausteine für eine neue (Arbeits-)zeitpolitische Offensive von Richard Detje, Sybille Stamm und Florian Wilde.

Kämpfe um Zeit begleiten die Arbeiterbewegung seit ihrer Entstehung. Lange standen dabei die Dauer des Arbeitstages beziehungsweise der Arbeitswoche im Fokus oft hart geführter Auseinandersetzungen. So konnte zunächst der 10-Stunden-Tag, dann der 8-Stunden-Tag durchgesetzt werden. In den 1980er Jahren kam es zu einer breiten Bewegung für die 35-Stunden-Woche, die am Ende in der Metall- und Elektroindustrie eingeführt wurde. Auch der Erholungsurlaub war immer ein umstrittenes und durch Kämpfe ausgedehntes Feld. 1903 wurde er erstmals in Deutschland in einem Tarifvertrag festgelegt: auf damals drei bezahlte Urlaubstage im Jahr. Gewerkschaftlichen Organisierungserfolgen und dem davon ausgehenden gesellschaftlichen Druck ist es zu verdanken, dass daraus heute in Deutschland durchschnittlich fast 30 Tage im Jahre geworden sind.

Website: https://www.rosalux.de/publikation/id/8100/

Manusscript: https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Manuskripte/Manuskripte_10.pdf

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